Die häufigsten Kanaren-Fehler - und wie du sie vermeidest
Die Kanaren verzeihen viel: Das Wetter ist verlässlich, die Wege sind kurz, die Infrastruktur funktioniert. Und trotzdem sehen wir dieselben Fehler in jeder Saison wieder - manche kosten nur Urlaubsfreude, einer ist wirklich ernst. Hier sind sie, sortiert nach Planungsphase.

Planungsfehler: Lage schlägt Sternezahl
Der häufigste Fehler passiert vor der Buchung: ein Hotel nach Bewertung und Preis wählen, ohne auf die Inselseite zu schauen. Im Sommer entscheidet die Lage über das Wetter - wer im Juli unwissend eine Nordlage bucht, wundert sich über die graue Wolkendecke, während zehn Kilometer weiter die Sonne scheint. Dahinter folgen die Termin-Klassiker: Karnevals- und Ferienwochen ignorieren, das Teide-Gipfel-Permit erst vor Ort suchen (dann ist es weg) und der Ehrgeiz, vier Inseln in eine Woche zu pressen - aus Inselhopping wird dann Fährenhopping.
Wetter-Missverständnisse
'Auf den Kanaren ist immer Sommer' ist der teuerste Irrtum im Koffer: Winterabende haben 14 bis 15 Grad, ohne Pullover wird die Strandpromenade ungemütlich. Der zweite Irrtum ist die Höhe - wer im Januar in Shorts zum Teide fährt, steht im Schnee. Und der dritte ist unsichtbar: Der Passatwind kühlt die Haut, aber nicht die UV-Strahlung. Die schlimmsten Sonnenbrände passieren an windigen Tagen, an denen sich die Sonne harmlos anfühlt.
Vor-Ort-Fehler
Der stille Fehler ist, die Insel nie zu verlassen: Wer sieben Tage im Resort bleibt, hätte auch günstiger fliegen können - schon zwei, drei Mietwagentage öffnen eine komplett andere Insel. Praktisch außerdem: Viele Museen und Attraktionen schließen montags, traditionelle Restaurants öffnen abends oft erst gegen 19 oder 20 Uhr, und an Feiertagen fährt weniger Bus als die App verspricht - ein Blick auf den lokalen Kalender erspart verschlossene Türen.
Der ernste Fehler: den Atlantik unterschätzen
Alle bisherigen Fehler kosten Komfort - dieser kann mehr kosten: Der Atlantik ist kein Mittelmeer, und rote Flaggen, Brandung und Strömungen gehören zu den Dingen, die man vor dem ersten Sprung ins Wasser verstanden haben sollte. Weil das Thema mehr verdient als einen Absatz, haben wir ihm einen eigenen Artikel gewidmet: Sicher baden im Atlantik.