Mirador de Abrante
Aussichtspunkt oberhalb von Agulo mit Glassteg und Blick auf Teneriffa.

Auf einen Blick
- Insel
- La Gomera
- Art
- Aussichtspunkt mit Glassteg
- Eher für
- Aussichtsfans, schwindelfreie Reisende
- Mietwagen sinnvoll?
- eher ja
- Zeitbedarf
- Eine Stunde
Mirador de Abrante im Überblick
Der Mirador de Abrante thront gut 600 Meter über Agulo an der Kante der Nordklippen - und schickt seine Besucher aufs Glas: Ein verglaster Steg ragt rund sieben Meter über den Abgrund hinaus, unter den Füßen nichts als Luft und tief unten die roten Dächer von Agulo, davor der Atlantik und am Horizont der Teide auf Teneriffa. Das dazugehörige Panorama-Restaurant sitzt komplett in Richtung Meer verglast auf der Klippe. Der Skywalk ist kurz, aber eindrücklich - und der Blick gehört zu den besten der Kanaren, weil er drei Ebenen übereinanderlegt: Dorf, Ozean, Vulkan. Erreichbar ist der Mirador bequem über eine kleine Bergstraße nahe dem Garajonay-Besucherzentrum oder sportlich zu Fuß auf dem alten Steig direkt aus Agulo. Wer beides verbindet - unten Dorf, oben Steg -, hat einen der stimmigsten Halbtage im Inselnorden.
Was macht Mirador de Abrante besonders?
Gläserne Aussichtsstege gibt es einige - aber kaum einen mit dieser Kulisse: Der Blick fällt fast senkrecht auf ein komplettes Dorf und weiter über die Meerenge auf Spaniens höchsten Berg. Dazu die Fallhöhe des Erlebnisses selbst: Wenige Schritte auf Glas reichen, um den Puls zu heben - und das Panorama belohnt jeden davon.
Für wen lohnt sich das?
Für Aussichts-Fans, Fotografen und alle, die auf der Nordroute unterwegs sind - der Abstecher kostet nur Minuten. Mit Kindern ein Erlebnis, solange sie auf dem Steg an der Hand bleiben. Weniger geeignet für Menschen mit ausgeprägter Höhenangst: Der Glasboden ist genau das, wonach er klingt - wer nicht mag, bleibt auf der Terrasse davor und hat fast denselben Blick.
Worauf du achten solltest
Die Nordseite La Gomeras liegt oft unter Passatwolken - bei geschlossener Decke steht man im Nebel statt über dem Panorama, deshalb Sicht prüfen und flexibel planen; vormittags ist die Luft häufig am klarsten. Auf der Klippe kann es kräftig wehen, Jacke und festes Schuhwerk einpacken. Öffnungszeiten von Steg und Restaurant variieren - wer fürs Essen kommt, prüft vorher die Tage. Und der Fußweg von Agulo herauf ist steil: Wasser mitnehmen, mittags meiden.
Anreise und Mobilität
Mit dem Auto über die Abzweigung bei La Palmita nahe dem Garajonay-Besucherzentrum, dann wenige Minuten Bergstraße bis zum Parkplatz - ab San Sebastián insgesamt rund 35 bis 40 Minuten, ab Agulo zehn. Zu Fuß führt der alte Verbindungsweg in einer guten Stunde steil von Agulo hinauf - als Rundtour mit Abstieg auf gleichem Weg die sportliche Variante. Busreisende kombinieren den Mirador am einfachsten über eine Inseltour.
Wie viel Zeit einplanen?
Eine halbe bis ganze Stunde für Steg, Terrasse und Fotos, mit Einkehr im Panorama-Restaurant entsprechend mehr. In Kombination mit Agulo und dem Besucherzentrum ein halber Tag - als reiner Fotostopp funktioniert Abrante auch in 20 Minuten, verdient aber mehr.
Lohnt sich das für Erstbesucher?
Ja - wenn die Sicht stimmt, ist Abrante der eindrucksvollste Einzelblick La Gomeras und die perfekte Ergänzung zum Garajonay: oben Nebelwald, hier Fernsicht. Bei geschlossener Wolkendecke dagegen verschieben - ohne Panorama bleibt nur Glas im Grau.
Typische Fehlentscheidung
Bei Passatwolken hinauffahren und enttäuscht im Nebel stehen - Abrante ist ein Sichtwetter-Ziel, kein Fixpunkt. Zweiter Klassiker: nur den Steg betreten und die Terrassenblicke sowie den Dorfblick auf Agulo auslassen. Dritter Klassiker: mittags den steilen Fußweg von unten unterschätzen - wer wandern will, startet früh oder nimmt bergauf das Auto und bergab die Beine.
Praktische Hinweise
- Restaurant mit Aussicht ist klein, Reservierung an Hochtagen sinnvoll.
- Mit Agulo unterhalb sehr gut kombinierbar.
- Beste Sicht morgens und am späten Nachmittag.
Wir nennen bewusst keine festen Preise oder Öffnungszeiten - bitte vor dem Besuch die offiziellen Seiten prüfen.
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