Loro Parque
Bekannter Tier- und Themenpark in Puerto de la Cruz - kontrovers diskutiert, aber für viele Familien ein klassischer Tagespunkt.

Auf einen Blick
- Insel
- Teneriffa
- Art
- Tier- und Themenpark
- Eher für
- Familien, Tierfreunde, klassische Tagesausflügler
- Mietwagen sinnvoll?
- eher nein
- Zeitbedarf
- Ganzer Tag
Loro Parque im Überblick
Der Loro Parque in Puerto de la Cruz wurde 1972 als Papageienpark gegründet und ist heute einer der bekanntesten Tier- und Themenparks Europas - regelmäßig auf Spitzenplätzen in Besucher-Rankings. Auf dem dicht bewachsenen Gelände liegen große Aquarien, ein Pinguinarium mit echtem Schnee, Anlagen für Gorillas, Tiger und Seelöwen sowie eine der größten Papageiensammlungen der Welt; die angeschlossene Stiftung finanziert Artenschutzprojekte. Gleichzeitig ist der Park seit Jahren Zentrum einer ernsthaften Debatte: Vor allem die Haltung von Orcas und Delfinen samt Shows wird von Tierschutzorganisationen scharf kritisiert. Beides gehört zur ehrlichen Beschreibung - der Loro Parque ist für viele Familien ein eingeplanter Höhepunkt der Reise und zugleich ein Ort, den man aus Überzeugung meiden kann. Die Entscheidung sollte bewusst fallen, nicht aus dem Reisebus-Automatismus heraus.
Was macht Loro Parque besonders?
Die Dichte des Geländes: Auf vergleichsweise kompakter Fläche wechseln sich große Anlagen, tropische Gärten und Shows ab, ohne dass lange Wege entstehen - das macht den Park auch mit kleineren Kindern gut machbar. Das Pinguinarium und die großen Aquarien gehören zu den stärksten Bereichen. Und für alle, denen Tierhaltung wichtig ist: Kaum ein Park zwingt so deutlich zur eigenen Positionierung zwischen Artenschutz-Argument und Kritik an der Haltung großer Meeressäuger.
Für wen lohnt sich das?
Vor allem für Familien mit Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter, die einen vollen, bequemen Tag ohne Wander- oder Autoprogramm wollen. Auch für Tierpark-Fans, die Anlagenqualität einordnen können. Nicht geeignet für Reisende, die Haltung von Orcas und Delfinen ablehnen - dann sind Anaga, eine Walbeobachtung vom Boot vor Los Gigantes oder der Teide die besseren Tage. Und wer nur zwei, drei Stunden Zeit hat, lässt den Park aus: Der Eintritt lohnt sich erst mit einem ganzen Tag.
Worauf du achten solltest
Tickets sind ein relevanter Kostenpunkt für Familien - online sind sie oft günstiger als an der Kasse, Kombitickets mit dem Schwester-Wasserpark Siam Park rechnen sich nur bei zwei vollen Tagen. Der Park füllt sich ab Vormittag mit Bus-Tagesgästen; wer bei Öffnung kommt, hat die ersten Stunden die angenehmste Dichte. Showzeiten am Eingang notieren und den Rundgang danach planen, sonst entstehen Wartelöcher. Sonnenschutz mitnehmen - viele Wege sind schattig, die Show-Tribünen teils nicht.
Anreise und Mobilität
Der Park liegt am Rand von Puerto de la Cruz. Aus dem Ort fährt ein kostenloser Shuttle, zu Fuß ist er von der Playa Jardín ebenfalls erreichbar. Mit dem Mietwagen über die TF-5, Parkplätze am Park sind kostenpflichtig. Aus dem Süden dauert die Fahrt rund 60 bis 75 Minuten; zahlreiche Veranstalter bieten Bustransfers mit Eintritt an - bequem, aber mit festen Zeiten.
Wie viel Zeit einplanen?
Ein ganzer Tag ist die realistische Einheit: Wer alle großen Anlagen und zwei, drei Shows mitnehmen will, ist von Öffnung bis in den Nachmittag beschäftigt. Mit kleinen Kindern den Tag um Ruhefenster herum planen - der Park ist ein Reizprogramm.
Lohnt sich das für Erstbesucher?
Nur für Familien mit klarem Interesse - dann aber als fester, gut geplanter Tag. Wer Teneriffa landschaftlich oder kulturell erleben will, hat mit Teide, Anaga und La Laguna die stärkeren Karten. Der Park ist ein Ziel für sich, kein Pflichtbaustein der Insel.
Typische Fehlentscheidung
Den Park als spontanen Halbtag einplanen - wer Eintritt zahlt, sollte den ganzen Tag bleiben, sonst stimmt das Verhältnis nicht. Zweiter Klassiker: ohne Blick auf die Showzeiten kreuz und quer laufen und die halbe Zeit warten. Dritter Klassiker: das Kombiticket mit Siam Park kaufen, obwohl nur ein Parktag geplant ist. Vierter Klassiker: die Orca-Debatte erst vor Ort entdecken und den Tag mit gemischten Gefühlen verbringen - die Entscheidung vorher treffen.
Praktische Hinweise
- Online-Tickets sind oft günstiger als an der Kasse.
- Mit Kombiticket für den Schwester-Wasserpark Siam Park rechnet sich der Besuch nur bei zwei vollen Tagen.
- Buggys können mitgenommen oder am Eingang gemietet werden.
Wir nennen bewusst keine festen Preise oder Öffnungszeiten - bitte vor dem Besuch die offiziellen Seiten prüfen.
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