Kanaren im Januar - Europas mildester Winter
Der Januar ist der kühlste Monat der Kanaren - und bleibt damit immer noch der mildeste Winter, den Europa zu bieten hat: 20 bis 22 Grad an den Südküsten, während zu Hause der Frost regiert. Nach den Heiligen Drei Königen am 6. Januar knicken die Preise ein, und es beginnt eines der besten Preis-Leistungs-Fenster des ganzen Winters.

Wichtigster Planungsfaktor: der 6. Januar. Bis zu den Heiligen Drei Königen gelten spanische Ferien und Hochsaisonpreise - ab Mitte des Monats sinken die Preise deutlich, bei praktisch gleichem Wetter. Wer flexibel ist, reist in der zweiten Monatshälfte.
Kurzfazit
Winterflüchtlinge, die Wärme und Tageslicht tanken wollen, Wanderer - und Preisbewusste ab Mitte des Monats.
Badeurlauber, die warmes Meer erwarten - und Reisende in der ersten Januarwoche, die Hochsaisonpreise vermeiden wollen.
Tagsüber angenehm mild, abends frisch - der Januar ist Frühlingswetter im europäischen Winter, kein Sommer.
Wetter im Januar
Die Werte unten sind langjährige Richtwerte für die typischen Urlaubsregionen der jeweiligen Insel. Der Januar ist der kühlste Monat des Kanaren-Jahres - die Südlagen bleiben mild und sonnig, die Nordlagen und Westinseln wechselhaft, und auf dem Teide liegt jetzt regelmäßig Schnee.
| Insel | Tageshöchstwerte | Nachtwerte | Wassertemperatur | Sonnenstunden | Regentage |
|---|---|---|---|---|---|
| Teneriffa (Süden) | 21 °C | 14 °C | 20 °C | 6 | 5 |
| Gran Canaria | 21 °C | 14 °C | 20 °C | 6 | 5 |
| Fuerteventura | 21 °C | 13 °C | 19 °C | 6 | 4 |
| Lanzarote | 21 °C | 13 °C | 19 °C | 6 | 4 |
| La Palma | 20 °C | 13 °C | 20 °C | 5 | 8 |
| La Gomera | 20 °C | 13 °C | 20 °C | 5 | 6 |
| El Hierro | 20 °C | 14 °C | 20 °C | 5 | 6 |
| La Graciosa | 21 °C | 13 °C | 19 °C | 6 | 4 |
Alle Angaben sind gerundete Durchschnittswerte. Einzelne Jahre können deutlich abweichen - besonders bei den Regentagen und in den Höhenlagen.
Baden im Januar
Ehrliche Einordnung: Der Januar ist kein Bademonat im klassischen Sinn. Das Meer liegt bei 19 bis 20 Grad - für ein kurzes, erfrischendes Bad an sonnigen Südküsten-Tagen völlig in Ordnung, für ausgedehnte Badeurlaube zu kühl. Die meisten Winterurlauber nutzen den Pool, und viele Hotels heizen ihre Pools in dieser Zeit - genau darauf sollte man bei der Buchung achten. Wer echten Badeurlaub im Meer will, ist von Oktober bis November oder ab Juni besser dran.
Wandern im Januar
Zum Wandern ist der Januar dagegen erstklassig: In den tiefen und mittleren Lagen herrschen ideale Temperaturen, die Landschaft wird nach den ersten Winterregen von Woche zu Woche grüner, und die Fernsicht gehört zu den klarsten des Jahres. In den Höhenlagen ist echter Winter: Auf dem Teide liegt oberhalb von etwa 2.000 Metern jetzt regelmäßig Schnee, manchmal wochenlang - die Kombination aus Schnee-Ausflug am Vormittag und Strandnachmittag ist ein Januar-Klassiker. Nach Schneefällen können die Straßen in den Nationalpark vorübergehend gesperrt sein; vor der Fahrt den Straßenstatus prüfen.
Heilige Drei Könige und Mandelblüte
Der Januar beginnt mit dem wichtigsten Familienfest des spanischen Kalenders: Am Abend des 5. Januar ziehen die Cabalgatas - die großen Umzüge der Heiligen Drei Könige - durch die Städte, und traditionell bringen auf den Kanaren die Könige die Geschenke, nicht der Weihnachtsmann. Dazu gehört der Roscón de Reyes, der ringförmige Königskuchen mit versteckter Überraschung. Und gegen Ende des Monats beginnt in den Mittellagen die Mandelblüte: Rund um Orte wie Santiago del Teide auf Teneriffa und Tejeda auf Gran Canaria färben sich die Hänge weiß und rosa - der Auftakt zur schönsten Wanderzeit des Jahres, mit Höhepunkt im Februar.
Das Januar-Preisfenster
Der Januar hat zwei Preisstufen: Bis zum 6. Januar dauern die spanischen Ferien, und die Feiertagsnachfrage aus ganz Europa hält die Preise oben. Danach dreht der Markt schnell - ab Mitte Januar beginnt bei praktisch gleichem Wetter eines der besten Preis-Leistungs-Fenster des Winters, das bis zum Karnevalsauftakt hält. Wer frei planen kann, legt seine Winterreise genau in diese Wochen: leere Strände, freie Restauranttische und deutlich entspanntere Flugpreise.