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Sehenswürdigkeit · La Palma

Ruta de los Volcanes

Höhenweg über die Cumbre Vieja - rund 24 Kilometer durch eine offene Vulkanlandschaft im Süden.

WandernVulkanlandschaftNatur
Illustratives Reisemotiv zu Ruta de los Volcanes auf La Palma
Illustratives Reisemotiv zu Ruta de los Volcanes auf La Palma.

Auf einen Blick

Insel
La Palma
Art
Höhenwanderweg über Vulkangrat
Eher für
Trainierte Wanderer
Mietwagen sinnvoll?
ja
Zeitbedarf
Ganzer Tag

Ruta de los Volcanes im Überblick

Die Ruta de los Volcanes ist La Palmas berühmteste Wanderung - und eine der großen Vulkantouren Europas. Vom Erholungsgebiet Refugio El Pilar auf rund 1.450 Metern folgt der Weg dem Kamm der Cumbre Vieja nach Süden: rund 17 Kilometer über Aschefelder und Lavarücken, vorbei an den Kratern von Hoyo Negro und Duraznero, Schauplätzen des Ausbruchs von 1949, hinauf auf knapp 2.000 Meter an der Deseada und schließlich hinab in den Kiefernwald bis Los Canarios in Fuencaliente. Unterwegs wechselt der Blick ständig zwischen Ost- und Westküste, oft wandert man über dem Wolkenmeer. Die Tour ist Teil des Fernwanderwegs GR 131 und als Streckenwanderung angelegt - die Rückfahrt will organisiert sein. Wer noch Reserven hat, hängt den Abstieg zu den Vulkanen San Antonio und Teneguía bis zu den Salinen am Leuchtturm an und durchquert damit die komplette Vulkangeschichte des Inselsüdens an einem Tag.

Was macht Ruta de los Volcanes besonders?

Kaum eine Wanderung Europas führt so lange über einen aktiven Vulkanrücken - schwarze und rostrote Aschefelder, Krater in Serie und Tiefblicke auf beide Küsten zugleich. Dazu die Dramaturgie der Strecke: erst Kiefernwald, dann Mondlandschaft, am Ende wieder Wald und Wein. Seit dem Ausbruch von 2021 weiß die ganze Welt, wie lebendig dieser Kamm ist - das Gehen darauf bekommt dadurch eine eigene Intensität.

Für wen lohnt sich das?

Für konditionsstarke Wanderer mit Trittsicherheit - technisch ist die Route einfach, aber Länge, Sonne und der lange Abstieg fordern. Sportliche Jugendliche gehen problemlos mit. Wer nur schnuppern will, läuft vom Refugio El Pilar zu den ersten Kratern und zurück - zwei bis drei Stunden mit dem vollen Landschaftsgefühl. Nicht geeignet als spontane Nachmittagsidee ohne Wasser und Plan - dafür ist die Strecke zu lang und zu exponiert.

Worauf du achten solltest

Auf dem Kamm gibt es weder Wasser noch Schatten noch Einkehr - mindestens zwei Liter pro Person, Sonnenschutz und Verpflegung sind Pflicht, dazu Wind- und Wetterschutz für den Höhenteil. Früh starten: Die Tour braucht sechs bis sieben Stunden reine Gehzeit, und mittags brennt die Sonne auf die Asche. In lockerem Vulkangrus rutscht es sich leicht - feste Schuhe, gern mit Gamaschen. Nach dem Ausbruch von 2021 waren Abschnitte zeitweise gesperrt; vor der Tour den aktuellen Wegestatus prüfen. Und die Rückfahrt vorab klären, nicht erst am Ziel.

Anreise und Mobilität

Startpunkt ist das Refugio El Pilar, mit dem Mietwagen über die Passstraße LP-203 - aus Los Llanos rund 25 bis 30 Minuten, aus Santa Cruz 35 bis 40. Die klassische Logistik: ein Auto am Vorabend oder morgens nach Los Canarios stellen, mit dem zweiten zum Start - oder Linienbus beziehungsweise Taxi für die Rückfahrt nutzen; Los Canarios ist an beide Inselseiten angebunden. Geführte Touren inklusive Transfer nehmen einem die komplette Organisation ab.

Wie viel Zeit einplanen?

Ein voller Wandertag: sechs bis sieben Stunden Gehzeit plus Pausen und Logistik. Die Schnupperversion ab El Pilar zu den ersten Kratern und zurück füllt einen halben Tag. Wer die große Variante bis zum Leuchtturm von Fuencaliente geht, plant acht bis neun Stunden und einen sehr frühen Start.

Lohnt sich das für Erstbesucher?

Für Wanderer ja - die Ruta ist neben der Caldera das Wanderziel der Insel und ein Erlebnis, das man so nur auf La Palma bekommt. Alle anderen nehmen die kurze Kratervariante ab El Pilar oder erleben die Vulkanwelt des Südens bequemer an San Antonio und Teneguía.

Typische Fehlentscheidung

Die Tour wegen des Höhenprofils unterschätzen - sie klingt nach viel bergab, ist aber lang, exponiert und im Grus mühsamer als gedacht. Zweiter Klassiker: ohne geklärte Rückfahrt starten und am Ende in Los Canarios festsitzen. Dritter Klassiker: mittags aufbrechen - dann fehlen Licht, Kühle und Reserven; die Ruta ist eine Frühstarter-Tour.

Praktische Hinweise

  • Tour ist lang und großteils ohne Schatten - Wasser, Sonnenschutz und früher Start sind Pflicht.
  • Rücktransfer organisieren, da Start und Ziel weit auseinanderliegen.
  • Eignet sich nur bei klarer Sicht und stabilem Wetter.

Wir nennen bewusst keine festen Preise oder Öffnungszeiten - bitte vor dem Besuch die offiziellen Seiten prüfen.

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Häufige Fragen

Technisch einfach, konditionell fordernd: rund 17 Kilometer, etwa 650 Höhenmeter bergauf und deutlich über 1.000 bergab, sechs bis sieben Stunden Gehzeit ohne Schatten und Wasser unterwegs. Wer regelmäßig wandert, schafft sie gut - Einsteiger nehmen die Kurzvariante.