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Sehenswürdigkeit · Teneriffa

Icod de los Vinos

Heimat des berühmten Drachenbaums: Weinstadt an der Nordküste mit historischem Kern, Lavahöhle Cueva del Viento und dem wohl bekanntesten Baum Spaniens.

DorfKulturNatur
Illustratives Reisemotiv zu Icod de los Vinos auf Teneriffa
Illustratives Reisemotiv zu Icod de los Vinos auf Teneriffa.

Bild: KI-generierte Illustration. Sie zeigt den Charakter des Ortes - Details können vom Original abweichen.

Auf einen Blick

Insel
Teneriffa
Art
Weinstadt mit Drachenbaum
Eher für
Kulturinteressierte, Familien, Genießer
Mietwagen sinnvoll?
eher ja
Zeitbedarf
Halber Tag

Icod de los Vinos im Überblick

Icod de los Vinos ist die Stadt des berühmtesten Baums der Kanaren: Der Drago Milenario, ein rund 18 Meter hoher Drachenbaum mit mächtiger Krone, gilt als größtes und ältestes Exemplar seiner Art - auch wenn die tausend Jahre aus seinem Beinamen Legende sind; Fachleute schätzen sein Alter auf mehrere Jahrhunderte. Er steht im eigens angelegten Drago-Park, lässt sich aber auch kostenlos bewundern: von der Kirchplatz-Terrasse oberhalb, die den klassischen Blick auf Baum, Dächer und Meer rahmt. Die Stadt dahinter trägt den Wein im Namen - seit Jahrhunderten wächst an den Nordhängen Malvasía, und Verkostungen gehören hier zum Besuch wie der Baum. Dazu kommt ein Naturwunder der anderen Art: Bei Icod liegt mit der Cueva del Viento eines der längsten Lavaröhren-Systeme der Welt, das sich auf geführten Touren erkunden lässt. Und wer Ende November kommt, erlebt die Stadt bei ihrem verrücktesten Fest: Dann rasen junge Leute zur Fiesta de San Andrés auf eingewachsten Holzbrettern die steilen Gassen hinunter.

Was macht Icod de los Vinos besonders?

Kein anderes Motiv verdichtet Teneriffas Naturgeschichte so wie der Drago vor Kirchturm und Atlantik - und kaum ein Ort verbindet Postkartenmoment, Weinkultur und ein Unterwelt-Abenteuer wie die Cueva del Viento in einem Halbtag. Dazu die Bretter-Raserei von San Andrés als eines der eigenwilligsten Feste Spaniens.

Für wen lohnt sich das?

Für Nordroute-Reisende sowieso - Icod ist mit Garachico das klassische Duo. Für Familien dank Drago, Schmetterlingshaus und Höhlentour dankbar, für Genießer wegen der Weinstuben. Weniger geeignet für Reisende mit klaustrophobischen Tendenzen bei der Höhlentour - die ist aber ohnehin optional und der Ort trägt auch ohne sie.

Worauf du achten solltest

Die Cueva del Viento ist nur mit Führung und meist nur mit Voranmeldung zu besuchen - Plätze sind begrenzt, in der Saison früh buchen; festes Schuhwerk ist Pflicht. Am Drago-Park mittags mit Busgruppen rechnen; der Gratis-Blick von der Kirchterrasse ist zu jeder Zeit frei. Die Gassen sind steil - bequeme Schuhe. Und wer zur San-Andrés-Zeit Ende November kommt, plant Verkehr und volle Straßen ein: Das Fest ist großartig, aber kein ruhiger Besichtigungstag.

Anreise und Mobilität

Am Ende der TF-5 beziehungsweise über die TF-42 - aus Puerto de la Cruz rund 25 bis 30 Minuten, aus dem Süden etwa eine Stunde, nach Garachico sind es zehn bis 15 Minuten weiter. Linienbusse verbinden Icod dicht mit Puerto de la Cruz und Garachico. Parken am einfachsten in den ausgeschilderten Bereichen unterhalb des Zentrums, von dort kurz bergauf in die Altstadt.

Wie viel Zeit einplanen?

Zwei bis drei Stunden für Drago, Altstadt und eine Verkostung, ein halber Tag mit Cueva-del-Viento-Tour. In Kombination mit Garachico wird daraus der komplette Nordküsten-Tag - Icod übernimmt sinnvollerweise den Vormittag, solange das Licht von Osten auf den Drachenbaum fällt.

Lohnt sich das für Erstbesucher?

Ja - der Drago gehört zu den Bildern, die man von Teneriffa mitnimmt, und die Nordroute mit Icod und Garachico ist das beste Kontrastprogramm zu Teide und Süden. Die Höhlentour ist die Kür für alle, die Vulkanismus einmal von innen sehen wollen.

Typische Fehlentscheidung

Eintritt in den Drago-Park zahlen, ohne zu wissen, dass der klassische Blick von der Kirchterrasse kostenlos ist - wer beides kennt, entscheidet bewusst statt zufällig. Zweiter Klassiker: die Cueva del Viento spontan ansteuern und ohne Reservierung abgewiesen werden. Dritter Klassiker: dem Drachenbaum tausend Jahre andichten - die Legende ist schön, die Wahrheit mit mehreren Jahrhunderten beeindruckend genug.

Praktische Hinweise

  • Cueva del Viento nur mit Führung - Plätze vorab reservieren, festes Schuhwerk mitbringen.
  • Der klassische Drago-Blick von der Kirchplatz-Terrasse ist kostenlos, der Park darunter kostet Eintritt.
  • Mit Garachico zum Nordküsten-Tag kombinieren.

Wir nennen bewusst keine festen Preise oder Öffnungszeiten - bitte vor dem Besuch die offiziellen Seiten prüfen.

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Häufige Fragen

Die tausend Jahre aus dem Beinamen sind Legende - wissenschaftliche Schätzungen gehen von mehreren Jahrhunderten aus. Da Drachenbäume keine Jahresringe bilden, bleibt jede Zahl eine Annäherung; unbestritten ist er das mächtigste bekannte Exemplar seiner Art.