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Sterne am Teide - warum der Nationalpark nachts am größten ist

Tagsüber gehört der Teide den Ausflugsbussen - nachts wird er zu einem der besten Sternengucker-Orte Europas. Die Kombination aus Höhe, trockener Luft und strengem Lichtschutz macht den Himmel über dem Nationalpark so klar, dass hier eines der wichtigsten Sonnenobservatorien der Welt steht.

Sternenhimmel über dem Teide-Nationalpark bei Nacht

Warum der Himmel hier so dunkel ist

Drei Dinge kommen am Teide zusammen: Die Höhe von über 2.000 Metern liegt oberhalb der Passatwolke, die Luft ist trocken und ruhig, und die Kanaren schützen ihren Nachthimmel seit 1988 mit einem eigenen Gesetz - dem 'Himmelsgesetz', das Lichtverschmutzung rund um die Observatorien begrenzt. Am Izaña-Grat arbeitet das Teide-Observatorium, eines der bedeutendsten Sonnenobservatorien weltweit, und die Region ist als Starlight-Reiseziel für Astrotourismus zertifiziert.

Die besten Bedingungen

Die dunkelsten Nächte liegen um Neumond - der Mondkalender ist für Sterngucker wichtiger als der Wetterbericht. Die Milchstraße steht von Frühjahr bis in den Herbst am eindrucksvollsten über dem Krater. Und die wichtigste Planungsregel: Es wird kalt. Nach Sonnenuntergang fallen die Temperaturen in der Höhe schnell, im Winter deutlich unter null - Winterjacke, Mütze und eine Thermoskanne sind keine Übertreibung, auch im August.

Auf eigene Faust

Wer mit dem Mietwagen kommt, braucht keine Tour: Entlang der Straßen durch den Nationalpark liegen offizielle Parkplätze und Aussichtspunkte, die sich nach Einbruch der Dunkelheit in Freiluft-Planetarien verwandeln - etwa an den Roques de García oder den Minas de San José. Eine rote Taschenlampe schont die Nachtsicht, und ein paar Minuten Geduld auch: Die Augen brauchen etwa zwanzig Minuten, bis sie wirklich dunkeladaptiert sind. Wichtig: nur ausgewiesene Park- und Haltebereiche nutzen.

Mit Tour oder Teleskop

Wer mehr sehen will als das bloße Auge zeigt, bucht eine geführte Sternen-Tour: Die Kombination aus Sonnenuntergang über dem Wolkenmeer und anschließender Teleskop-Beobachtung gehört zu den beliebtesten Abendprogrammen Teneriffas - inklusive Transfer, was nach einem langen Abend in der Höhe angenehmer ist, als selbst die Serpentinen hinunterzufahren.

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Häufige Fragen

Höhe oberhalb der Passatwolke, trockene ruhige Luft und das kanarische 'Himmelsgesetz' von 1988 gegen Lichtverschmutzung - zusammen ergibt das einen der klarsten Nachthimmel Europas, geschützt für die Observatorien der Inseln.