kanaren.net
Magazin · Reisetipps

Teide-Nationalpark - die schönsten Wege abseits des Gipfels

Die meisten Besucher fahren zum Teide, machen ein Foto und fahren weiter. Dabei liegt das Beste des Nationalparks neben der Straße: kurze Wege durch Mondlandschaften, Lavafelder und Felsformationen, für die es weder Genehmigung noch Bergsteiger-Kondition braucht.

Wanderweg durch die Vulkanlandschaft des Teide-Nationalparks

Der Klassiker: Roques de García

Der Rundweg um die Roques de García ist die berühmteste kurze Wanderung des Parks - gut drei Kilometer um die Felstürme, deren bekanntester, der Roque Cinchado, jahrzehntelang die 1.000-Peseten-Note zierte. Die vordere Aussicht hat jeder, den Rundweg fast niemand: Schon nach wenigen Minuten hinter den Felsen ist der Trubel des Parkplatzes verschwunden. Früh kommen lohnt doppelt - wegen des Lichts und wegen der Parkplätze.

Mondlandschaften: Minas de San José und Sámara

Wer wissen will, warum hier Marsfilme gedreht werden, geht zu den Minas de San José: Bimsfelder in Ocker und Weiß, durchsetzt mit dunklen Lavabrocken - eine Landschaft wie von einem anderen Planeten. Ein paar Kilometer weiter westlich führt der Sámara-Rundweg über junge Vulkankegel mit weitem Blick auf Teide und Pico Viejo; kaum ein Weg im Park zeigt die Vulkangeschichte kompakter. Beide Gebiete sind fast schattenlos - Sonnenschutz und Wasser sind Pflicht.

Oben ohne Genehmigung: die Rambleta-Aussichten

Auch ohne Gipfel-Permit lohnt die Seilbahn: Von der Bergstation auf 3.555 Metern führen zwei genehmigungsfreie Aussichtswege - zum Rand des gewaltigen Pico-Viejo-Kraters und zur Fortaleza mit Blick über die Nordseite der Insel. An klaren Tagen reicht die Sicht bis zu den Nachbarinseln, die wie Schiffe über dem Wolkenmeer liegen. Oben gilt: langsam gehen, die Höhe ist spürbar.

Für Ambitionierte: die Guajara

Die Guajara auf der gegenüberliegenden Kraterwand ist mit rund 2.700 Metern die lohnendste echte Gipfeltour ohne Genehmigung - ein Halbtagesprogramm mit dem vielleicht besten Teide-Panorama überhaupt. Der Weg ist technisch einfach, aber lang und exponiert; Startpunkt ist der Bereich um den Parador in der Caldera. Wer nur eine anspruchsvolle Tour im Park gehen will, sollte diese wählen.

Das könnte auch zu dir passen

Häufige Fragen

Für die meisten der Rundweg um die Roques de García: gut drei Kilometer, spektakuläre Felsformationen und schon nach wenigen Minuten deutlich ruhiger als der Parkplatz vermuten lässt.